Die Deutsche Umwelthilfe e.V. hat der Stadt Heilbronn und vielen weiteren Städten im Südwesten in ihrem ersten Hitzecheck die rote Karte ausgeteilt.
Zu viel Flächenversiegelung, zu wenig Grün: Leider ist das Verhältnis des neu bebauten BUGA-Geländes, das aus je einem Drittel bebauter, grüner und Wasserfläche besteht, nicht der Standard für die Bebauung von Heilbronn. Daher schneidet Heilbronn in der Kategorie Flächenversiegelung (54,34 % der Fläche) als auch bei Grünvolumen in der Stadt (1,96 m³ Grün/m² Fläche) schlecht ab.
Die Verwaltung hat die Probleme erkannt und arbeitet an langfristigen Lösungen, unter anderem auch mit der Bewerbung um den Titel und die Förderung als „Grüne Hauptstadt Europas“. Doch die Ergebnisse des Hitzechecks zeigen auf, dass der Handlungsbedarf groß ist. Deswegen sind kleine Lösungsansätze wie die Einrichtung der Sommerzone und die Installation der Klimawäldchen ein guter Schritt in die richtige Richtung. Auch Eigeninitiative wie an der Hochschule Heilbronn, an der versiegelte Parkplatzflächen einem Klimawald Schritt für Schritt weichen, sind sehr zu begrüßen. Vielleicht greift man auf lokaler Ebene die Initiative der Grünen Gemeinderatsfraktion Heilbronn nochmals auf, die 2020 die Prüfung von potentiellen Flächen für die Pflanzung von 126.000 Bäume in Heilbronn beantragt hatte.

Die Landesregierung unterstützt Städte und Kommunen tatkräftig bei den großen Herausforderungen und Anstrengungen, die die Anpassung an den Klimawandel mit sich bringen:
Auch der Bund hilft mit Förderprogrammen:
- Förderprogramm zur Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“
- Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“
- Programm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“
Mehr zum Thema findet ihr in meinen Anträgen „Klimaresiliente Stadtentwicklung – Wie bereiten sich Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg auf den Klimawandel vor?“ & Entsiegelung Verkehrsflächen