Die EU und das Land helfen Frauen mit Migrationserfahrung, beruflich Fuß zu fassen: 155.000 Euro erhält das Projekt Change der Diakonischen Jugendhilfe Region Heilbronn gGmbH (DJHN). Das hat Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha jetzt in Stuttgart bekannt gegeben. Insgesamt gehen 3,3 Millionen Euro an 18 Projekte landesweit.
Grundlage ist die Förderlinie „Perspektive Arbeit – Aufwind für Frauen mit Migrationserfahrung“ des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus). Knapp drei Millionen Euro stammen aus EU-Mitteln und etwa 300.000 Euro aus Landesmitteln. Die Projektlaufzeit dauert vom 1. Juni 2026 bis zum 31. Dezember 2028.
Europäischer Sozialfonds ESF
Das vielfältige Engagement der Diakonischen Jugendhilfe vor Ort schätzt die Heilbronner Landtagsabgeordnete Gudula Achterberg und freut sich über die Förderung: „Frauen mit Migrationserfahrung sind auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor unterrepräsentiert. Dabei bringen sie viele Fähigkeiten und Erfahrungen mit, die unsere Gesellschaft stärken können. Dieses Potenzial müssen wir besser nutzen – auch mit Blick auf den Mangel an Fachkräften.“ Das Förderprojekt Change könne hier den Anstoß geben für eine wirkliche Veränderung: Ziel der geförderten Projekte ist es, Frauen fit zu machen für den Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg. Sie sollen gezielt begleitet und ermutigt werden, ihre Fähigkeiten auszubauen und ihren eigenen beruflichen Weg zu gehen.
Frauen fit machen für den Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg
„In Baden-Württemberg liegt die Erwerbsquote von Frauen mit Migrationshintergrund bis zu 14 Prozent unter der von Frauen ohne Migrationshintergrund“, so Achterberg. „Oft liegt es an strukturellen Hürden wie fehlender Kinderbetreuung, Problemen bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse oder schlicht daran, dass die Betroffenen sich zu wenig im deutschen Bildungs- und Beschäftigungssystem auskennen. Genau hier setzen die geförderten Projekte an. Der Handlungsbedarf ist groß.“