Den Tag der Freien Schulen oder den Tag der Gemeinschaftsschulen nahm die Heilbronner Landtagsabgeordnete Gudula Achterberg auch in diesem Herbst zum Anlass, Schulen in ihrem Wahlkreis zu besuchen – ein Sozialpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum war auch dabei. Das ganze Jahr über nutzt Achterberg Gelegenheiten, Schulen kennenzulernen und Kontakte zu halten. Sie sagt: „Auch wenn wir an allen Schularten vielfältige Herausforderungen haben, gehören die Schulbesuche für mich zu den wichtigsten Terminen im Wahlkreis. Der Austausch mit Schülerinnen und Schülern bietet kostbare Einblicke in die Lebenswelt der jungen Menschen, in ihre Sorgen und die Fragen, die sie beschäftigen. Und ich bin immer wieder beeindruckt, mit welchem hohen Engagement die Lehrerinnen und Lehrer sich über den eigentlichen Unterricht hinaus einbringen, um ihre Schützlinge gut auf den Weg zu bringen.“
An diesen Schulen war Achterberg im November und Dezember zu Gast:
Kolping Bildungszentrum Heilbronn: Die Abgeordnete als Mensch kennenlernen
Im Kolping Bildungszentrum stand das Gespräch mit Schüler*innen einer 12. Klasse des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums (SG) im Mittelpunkt. Begleitet von Geschäftsführerin Anja Biller und dem stellvertretenden Schulleiter Holger Bäuerle, diskutierte Achterberg zentrale Fragen des Demokratieverständnisses und aktuelle bundespolitische Themen. Sie gewährte Einblicke in ihren Alltag als Abgeordnete. Der von der Klasse gut vorbereitete Austausch spiegelte das Interesse der Schüler*innen an politischen und gesellschaftlichen Fragen. „Am SG herrscht eine angenehme, wertschätzende Atmosphäre, die im Gespräch spürbar war“, so Achterberg.
Freie Johannesschule Flein: „Die Basis für ein gutes Miteinander ist der vertrauensvolle Umgang“
An der Johannesschule, einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ), wurde Achterberg von Geschäftsführer Stefan Przibilla empfangen. „Die Schule beeindruckt mich durch ihren starken Gemeinschaftssinn und das hohe Engagement des Lehrpersonals – die Bindung zu den Lehrkräften ist gerade hier besonders wichtig“, beschreibt Achterberg ihren Eindruck. Wie an allen Freien Schulen ist die Finanzierung ein Dauerthema, wie alle freien Schulen wünscht sich die Freie Johannesschule langfristige finanzielle Stabilität.
Susanne-Finkbeiner-Schule: Bildungschancen für alle
In der Susanne-Finkbeiner-Schule steht das Ziel, dass alle Jugendlichen eine Chance auf einen Bildungsabschluss bekommen, über allem. Entsprechend motiviert ist das Lehrer*innenkollegion nah an den Schüler*innen, die hier auf (berufsvorbereitende)Abschlüsse hin lernen und dabei oft auch ihre Deutschkenntnisse verbessern, um später im Arbeitsleben zurechtzukommen. Für den Einsatz von Schulleiterin Ajla Coric und ihres Kollegiums hat Gudula Achterberg Respekt: „Die Lehrkräfte hier sind über den Unterricht hinaus wichtige Bezugspersonen für die jungen Menschen“, so ihr Eindruck, „und das stärkt sie“.
Eichbottschule Leingarten: Zukunftsweisende Konzepte
Das Konzept der Schüler-Eltern-Werkstatt der Eichbottschule in Leingarten ist erfolgreich und wird mittlerweile von anderen Schulen kopiert. Eine Auszeichnung, über die Schulleitung und das Kollegium freuen. Ebenso wie über die Tatsache, dass die Gemeinschaftsschule über die Stadt hinaus einen guten Ruf hat. Das harmonische Umfeld, in dem dort gelernt wird, zeigt, wie eine GMS gut funktionieren kann, wenn Inklusion und Integration Grundwerte sind. Dennoch diskutierten das Team aus Lehrer*innen und Pädagogischen Assistentinnen mit Achterberg über die aktuell wieder lauter werdenden Forderungen der Gemeinschaftsschulen nach mehr Ressourcen und Wertschätzung, aber auch über Lösungsansätze, wie die Schulen entlastet werden könnten.
Kurt-von-Marval-Schule Nordheim: Sorge um die Zukunft der Gemeinschaftsschulen
Um die Zukunft der Gemeinschaftsschulen ging es auch im Gespräch mit Schulleiter Florian Bühler an der der Kurt-von-Marval-Schule in Nordheim. Bühler äußerte sich sehr besorgt über die unzureichende Unterstützung der Gemeinschaftsschulen durch die Landesregierung. Angespannt sei die Stimmung an der Schule und im Verein der Gemeinschaftsschulen, in dem sich der Schulleiter engagiert. Achterberg dazu: „Wir kennen die Problemlage und die Kritik. Wir Grüne sind jedoch weiterhin überzeugt, dass diese Schulart mit ihren innovativen Konzepten für längeres gemeinsames und projektorientiertes Lernen wegweisend ist dafür, wohin sich schulische Bildung entwickeln muss.“
Fazit: Bildung als gemeinschaftliche Aufgabe
Die Schulbesuche verdeutlichten sowohl die Stärken als auch die Herausforderungen des baden-württembergischen Bildungssystems. Gudula Achterberg unterstrich die Bedeutung eines offenen Dialogs und die Notwendigkeit, Bildungsgerechtigkeit, Inklusion und Chancengleichheit weiter zu fördern. Ihr Besuch hat nicht nur zum Austausch beigetragen, sondern auch das Engagement der Schulen in den Fokus gerückt.





Bilder: Kolping Bildung Heilbronn-Franken gGmbH