Wir sind sehr glücklich mit der Entscheidung bei Gudula Achterberg ein Praktikum gemacht zu haben. Viele verschiedene Eindrücke in der Woche ermöglichten uns einen besseren, authentischen Einblick in die politische Welt des Landtags.
In langen Sitzungen wurden uns ganz unterschiedliche Inhalte präsentiert. Der Verkehrsausschuss-Tag zeigte, wie politische Überlegungen diskutiert und wie wichtige Entscheidungen getroffen oder auch nicht getroffen werden können. Während der Ausschusssitzung konnten wir von guten Plätzen aus die Abgeordneten, Vorsitzenden und deren Verhaltensweisen aufmerksam beobachten. Die einen passten, je nach den Aufgaben, die sie wahrnahmen, mehr auf, die anderen eher weniger. Es herrschte ein munteres Arbeitsklima. Wir waren positiv angetan, wie die Abgeordneten miteinander umgingen, nämlich sehr offen und locker.
Toll war auch die Führung durch den Landtag am Mittwoch, sowie der Vortrag über den nationalsozialistischen Untergrund am Dienstag, der von verstörenden, wenn auch interessanten Dingen handelte. Cool war vor allem die enorme Expertise des Vortragenden, sowie die Möglichkeit jede x-beliebige Frage zu dem Thema zu stellen. Frage: In welchem Bogy-Praktikum kommt man sonst zu so etwas? Fragen stellen konnten wir generell immer und überall, denn: Wer nicht fragt, der nicht gewinnt. Das machten wir zu unserem Motto für die Woche.
Die Landesgeschäftsstelle der Grünen, die wir besuchen durften, offenbarte, wie der Alltag der Nicht-Parlamentarier sich gestaltet, nämlich ausgefüllt mit Anfragen zu den verschiedensten Themen, mit denen sich die Menschen bei der Geschäftsstelle melden, und, jetzt, wo der Wahlkampf begonnen hat, auch Werbung (für sich selbst). Auf jeden Fall ein nettes Arbeitsumfeld, in dem die Mitarbeitenden die Diversität unserer Gesellschaft repräsentieren!
Geübt sein muss nicht nur das aufmerksam Bleiben bei langen Arbeitskreissitzungen, sondern auch das Protokollschreiben. Spannend war der Fraktionsdialog zum Thema Mobilitätsgarantie, den wir protokollieren durften. Zwar erwies sich diese Aufgabe als ungewohnt und schwierig, machte jedoch großen Spaß. Zusätzlich versüßt wurden unsere Tage in Stuttgart durch das gemeinsame Mittagessen in der württembergischen Landesbibliothek, ein Ort zum Diskutieren, Entspannen und über Regierungs- sowie Oppositionspolitik zu sprechen. Das Essen war dort übrigens auch sehr gut.
Schön und kostbar war die Zeit, die wir mit der sympathischen Abgeordneten Gudula Achterberg verbringen durften. Es war uns eine Ehre, auch Teil ihres übervollen Terminkalenders zu sein.
Die andere Seite des Betriebs zeigte uns Annette, Gudulas persönliche Mitarbeiterin, im Heilbronner Wahlkreisbüro. Auch technische Probleme bremsten uns nicht aus, im Gegenteil, ihre Lösung motivierte uns nur noch mehr! Dort war es zwar ruhiger als in Stuttgart, langweilig wurde uns hier aber genauso wenig wie im Landtagsbetrieb. Wobei aber der Nachteil bleibt, dass vom Heilbronner Büro kein Tunnel in den Landtag führt, sondern eine – manchmal – abenteuerliche Zugfahrt.
Es war außerdem sehr lehrreich, für die Abgeordnete zum Beispiel über Windkraftanlagen und die unterschiedlichen Positionen dazu zu recherchieren.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Grüne Fraktion sehr bunt und offen im Umgang ist und es richtig und wichtig ist, die Landespolitik kennenzulernen (Politische Teilhabe – Juhu!) Wir empfehlen ein Praktikum bei den Abgeordneten des Landtags herzlich weiter!