Mietenpolitik ist ein vielschichtiges Thema. Diskutiert haben es anlässlich des Deutschen Mietertags, der heuer in der Heilbronner Harmonie stattfand, Dr. Natalie Pfau-Weller, CDU, und Simone Kirschbaum, SPD, mit der örtlichen Landtagsabgeordneten und Mitglied im Ausschuss Landesentwicklung und Wohnen im Landtag, Gudula Achterberg. Theresa Schopper, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, umriss die Schwierigkeiten in der Wohnungspolitik – von Grundsteuer über den Mangel an bezahlbaren Wohnungen bis hin zur Zurückhaltung privater Vermieter*innen.
„Wohnen ist ein Menschenrecht“, betonte sie – wie es eingelöst werden kann, war Gegenstand der Podiumsrunde. Diese machte mit einer langen Liste bekannter Themen deutlich, was den Wohnungsmarkt bremst: Hohe Baukosten, die den Neubau verlangsamen oder zu hohe Mietpreise, gerade auch in aufstrebenden Städten wie Heilbronn. Wohnungsbaugesellschaften wie die Heilbronner Stadtsiedlung lobte MdL Achterberg und pochte darauf, dass Kommunen konsequent Quoten für bezahlbare Wohnungen festlegen und einhalten müssten. „Wir diskutieren im Grunde nichts Neues“, gestand sie den Vertretern des Mieterbunds und dessen neuem Vorsitzenden Winfried Kropp zu, „aber solange die Ziele, die wir als richtig erkannt haben, nicht umgesetzt sind, halten wir daran fest.“ Achterberg wies die Mieter*innen-Vertreter darauf hin, dass harte Fronten gegenüber Vermieter*innen nicht hilfreich seien: „Wie in vielen anderen Bereichen gilt auch hier: Miteinander sprechen, die Themen der anderen Seite hören und gemeinsam Lösungen suchen.“ Anders könne es ihrer Meinung nach nicht gehen, wenn man wieder mehr Engagement von privaten Vermieter*innen verlange.