Ausschuss für Landesentwicklung und Wohnen

Der Arbeitskreis Landesentwicklung und Wohnen ist der „Newcomer“ in dieser Legislaturperiode. Und keinen Moment zu früh, denn Bauen und Wohnen wird von Vielen mittlerweile als eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit angesehen. Zur Beantwortung dieser, für viele Menschen essentiellen Fragen, hat die Landesregierung das neue Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen ins Leben gerufen. Daraus folgte die Konstituierung des gleichnamigen Ausschusses und des dazugehörigen Arbeitskreises der Grünen Landtagsfraktion, in denen ich nun Mitglied bin.

Inhaltlich ist der Arbeitskreis genau so breit aufgestellt, wie der Name es vermuten lässt: Von der übergeordneten Planungsebene, dem Landesentwicklungsplan, den wir in dieser Legislaturperiode reformieren werden, über Förderprogramme im Bereich Wohnen bis hin zu Bauvorschriften zu PV-Anlagen und der klimaresilienten Stadt der Zukunft beschäftigt sich der Arbeitskreis mit allen denkbaren Themen rund um die Begriffe Bauen, Wohnen, Stadt- und Landesentwicklung.

Bei dieser Vielzahl von unterschiedlichsten Themen haben wir Abgeordneten uns inhaltlich aufgeteilt und spezialisiert. : Ich bin in unserer Fraktion für „innovative und nachhaltige Baustoffe“ zuständig und bearbeite auch alle Fragestellungen, die sich mit „nachhaltiger Stadtentwicklung“ befassen.

Zur Veranschaulichung: Wäre die Betonindustrie ein eigenes Land, wäre sie der viertgrößte CO²-Emittent der Welt. Eine markante Zahl, die allein schon zeigt, wie dringend wir marktreife Alternativen zum Werkstoff Beton benötigen. Neben einer Renaissance des Holzbaus und der Verwendung von Recyclingbeton gibt es zahlreiche Materialien und Stoffe, die für eine echte Revolution an unseren Baustellen sorgen könnten. Dabei reicht die Bandbreite vom Lehm, der seit tausenden von Jahren Verwendung findet, bis hin zu Hightech-Produkten wie Carbonbeton oder Fasern. Im Landtag mache ich mich dafür stark, dass die nachhaltigen Baustoffe der Zukunft in Baden-Württemberg verbaut werden.

Doch nicht nur Beton hat einen hohen Einfluss auf den Klimawandel. Insgesamt stammen ca. 16 Prozent der gesamten CO²-Emissionen in Deutschland aus dem Gebäudesektor und tragen zur zunehmenden Erderwärmung bei. Wie sich die Klimaveränderung auf unsere Städte und unsere Lebensweise auswirken, ist der zweite Schwerpunkt meiner Arbeit. Unsere Städte der Zukunft müssen stärkere und gehäufte Wetterextreme aushalten, extremer Hitze und Niederschlägen standhalten. Wie wir unsere Wohnorte auf kluge und ressourcenschonende Weise auf diese Herausforderungen vorbereiten, wie wir Schwammstädte entwickeln und Klimaresilienz aufbauen, damit beschäftige ich mich ebenfalls im Arbeitskreis Landesentwicklung und Wohnen.

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