Gudula Achterberg MdL begrüßt Entscheidung des Bundesrats zur Stärkung von Recyclingbaustoffen

Am 20. Mai 2022 hat der Bundesrat die Entschließung „Stärkung des Einsatzes von wieder verwendbaren Baustoffen und Bauteilen sowie von ressourcenschonenden Recycling-Baustoffen“ beschlossen.

Die für innovative Baustoffe zuständige Abgeordnete der Grünen Landtagsfraktion Gudula Achterberg MdL begrüßt diesen Schritt: „Die Feststellung des Bundesrats, dass wiederverwendbare und recycelte Baustoffe einen wichtigen Teil zur Reduzierung der Treibhausgase im Bausektor beitragen können und müssen, freut mich ausdrücklich. Der Bausektor ist der größte Verursacher von Abfällen und ist zudem für einen erheblichen Teil der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich. Daher ist es unabdingbar, dass wir in Zukunft den gesamten Lebenszyklus von Gebäuden im Blick haben, wenn es um die Themen Nachhaltigkeit und Treibhausgase geht. Aber auch die steigenden Preise für Rohstoffe machen es erforderlich, dass Baumaterialien in Zukunft dem Kreislauf möglichst komplett wieder zugeführt werden können. Alles andere ergibt ökologisch und ökonomisch keinen Sinn.“ 

Der Bundesrat hat in seinem Beschluss eine entsprechende Auslegungs- und Anwendungshilfe der Technischen Baubestimmungen vorgeschlagen. Zudem sollen auf EU-Ebene Qualitätskriterien für RC-Baustoffe und wiederverwendbare Baustoffe berücksichtigt und entsprechende Normen für die einheitliche Etablierung eines Produktstatus geschaffen werden. Weiterhin sollen RC-Baustoffe explizit im Standardleistungsbuch primär gefördert und im bestehenden Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen ausreichend punktemäßig gewürdigt werden. 

„Der Bundesrat schlägt vor, den Einsatz von RC-Baustoffen künftig als zusätzlichen Förderbaustein in das KfW-Förderprogramm aufzunehmen. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass Wirtschaftsminister Robert Habeck die KfW-Förderung im Hinblick auf seine Klimaschutzwirkung neu ausrichten und grundlegend modernisieren wird. Dabei sollten Recyclingbaustoffe ebenfalls eine prominente Rolle spielen,“ so Gudula Achterberg MdL.